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Bibelgemeinde Pforzheim wurde feierlich eingeweiht

Ansprache zur Einweihung der Bibelgemeinde Pforzheim
am 1. Juli 2012

Von Lothar Gassmann, Pforzheim

Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Lukas 11,28
Dies ist das Motto, das über der Bibelgemeinde Pforzheim steht.

Wer sind wir?
Wir sind eine freie christliche Gemeinde.
Jesus Christus haben wir von Herzen lieb, weil Er unser Erlöser und Herr ist.
Gottes Wort, die Bibel, ist die absolute Wahrheit und der einzige Maßstab für unser Leben.
Es werden keine Sonderlehren vertreten, sondern in allem lassen wir uns von der Bibel bestimmen und korrigieren.
Damit noch viele Menschen zum rettenden Glauben an Jesus Christus kommen, verteilen wir Bibeln und Bibelteile in unserer Stadt.

Bibelgemeinde – das bedeutet: Die Bibel ist die einzige Grundlage unseres Lebens als Christen. In allen Fragen orientieren wir uns an der Bibel allein. Sie ist Gottes Wort, das durch Seine Boten vermittelt wurde. Gott selber hat darüber gewacht, dass kein Fehler sich eingeschlichen hat. Wer von Widersprüchen in der Bibel redet, hat die Bibel nicht verstanden. Niemals kann sich ein Mensch einbilden, mit seinem kleinen Verstand mehr wissen oder verstehen zu wollen, als Gott durch Seinen Heiligen Geist geoffenbart hat.
In unserem Glaubensbekenntnis haben wir daher Folgendes geschrieben:
Wir glauben an die göttliche Inspiration und Autorität, Unfehlbarkeit und lrrtumslosigkeit der gesamten Heiligen Schrift ... in allen Fragen des Glaubens und Lebens sowie in allen Bereichen, die Geschichte, Natur und Geographie betreffen. Die Heilige Schrift im Urtext ist in allen Teilen wörtlich von Gott inspiriert und absolut wahr (Johannes 17,7; 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,20 f.). Wir glauben und erkennen, dass Gott Sein Wort über die Jahrhunderte treu und zuverlässig bewahrt hat und lehnen jede Form von Bibelkritik (auch sogenannte „gemäßigte“ Bibelkritik) ab. Die Bibel ist mit dem Buch der Offenbarung abgeschlossen. Kein Mensch darf etwas zu ihr hinzufügen oder etwas von ihr wegnehmen (Offenbarung 22,18 f.) ...
Wie gut, dass wir die Bibel haben! Wenn sie uns jemand rauben wollte, würde er uns den kostbarsten Schatz, das edelste Gut rauben, das Gott uns für ein glückliches Leben und seliges Sterben geschenkt hat.
Lasst uns die Bibel heilig halten! Lasst uns Gottes Wort heilig halten! Denn in der Bibel finden wir Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, der als sündloses Opferlamm am Kreuz von Golgatha Sein Leben gelassen hat, um unsere Schuld auf sich zu nehmen und unsere Sünde zu sühnen. So hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Johannes-Evangelium Kapitel 3, Vers 16.

Wir sind eine freie christliche Gemeinde.
Das heißt: Wir sind nicht irgendwelchen weltlichen oder kirchlichen Einrichtungen und Dachverbänden unterstellt. Wir gehen zwar in alltäglichen Dingen treu unserer Arbeit nach, zahlen unsere Steuern und ordnen uns der Regierung in allen Dingen unter, die nicht gegen Gottes Wort stehen. Aber unser oberster Herrscher und König ist Jesus Christus allein.
Frei – das heißt auch: Wir halten uns von allen Dachverbänden fern, die sich immer mehr in die endzeitliche Vermischung der Religionen hineinziehen lassen. Gottes Wort sagt:
"Es ist in keinem anderen Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den sie gerettet werden" (Apostelgeschichte 4,12). Kein anderer Name als Jesus Christus!

Jesus Christus haben wir von Herzen lieb, weil Er unser Erlöser und Herr ist.
Wer die Liebe Jesu am Kreuze erfasst, der kann nicht anders: Er wird seinerseits Jesus liebhaben. Auf einem Gemälde, welches das Leiden Jesu am Kreuze zeigt, steht: "Das tat Ich für dich." Danach findet sich die Frage an den Betrachter der Passion des Heilands: "Was tust du für Mich?" Die erste Antwort auf diese Frage die Liebe sein. Aus Liebe zum Heiland halten wir Seine Gebote und laden verlorene Menschen zum rettenden Glauben ein.

Damit noch viele Menschen zum rettenden Glauben an Jesus Christus kommen, verteilen wir Bibeln und Bibelteile in unserer Stadt.
Hier wird die Liebe zum HERRN und zu den Menschen ganz konkret. Eines unserer Hauptziele ist die Mission. Denn die Bibel sagt uns unmissverständlich, dass auf Menschen, die das stellvertretende Opfer Jesu am Kreuz nicht angenommen haben, die endlose Verdammnis in der Hölle wartet.
Nur wer Jesus hat, hat das Leben. Nur wer an den Sohn Gottes glaubt, erhält eine Wohnung im himmlischen Jerusalem.
Lasst uns daher nicht müde werden, auf die Straßen und Plätze unserer Stadt zu gehen, um Menschen vom Retter zu erzählen und ihnen Gottes Wort weiterzugeben. Es ist uns sehr wichtig, in großer Zahl Bibelteile und gute Traktate zu bestellen und in unserer Stadt zu verteilen.

Wie kam es zur Entstehung der Bibelgemeinde Pforzheim?
Tausende Menschen in unserer Stadt leben ohne Gott und sind daher auf dem Weg zur Hölle.
Hunderte Christen in unserer Stadt sind ohne geistliche Heimat. Bibelkritik, Irrlehre, Feminismus, interreligiöse Ökumene, Verweltlichung, Unmoral – dieser Virus hat leider viele Kirchen und Freikirchen in unserer Stadt erfasst.
Jammern und kritisieren bringt nicht viel. Besser ist es, positiv Gemeinde zu bauen und eine Heimat für geistlich Heimatlose zu schaffen.
Zu diesem Dienst hat Gott der HERR im Frühjahr 2012 drei Familien in Pforzheim und Umgebung den Auftrag gegeben.
Mit 10 Personen (3 Ehepaare und 4 Kinder) aus drei Generationen beteten wir, um zu erkennen, was der Wille des HERRN für Pforzheim ist.
Durch eine wunderbare Fügung hatte Gott uns eineinhalb Jahre zuvor gemeinsam zu einer Studienreise nach Israel zusammengeführt, wo wir uns näher kennenlernen durften.
Danach hatten wir uns teilweise aus den Augen verloren, da wir in dieser Zeit unterschiedliche Gemeinden – zum Teil außerhalb von Pforzheim – besuchten.
Nun aber war die Zeit reif und Gott berief uns zu gleicher Zeit, aus verschiedenem geistlichen Hintergrund kommend, dazu, gemeinsam eine bibeltreue Gemeinde in Pforzheim zu gründen.
Wir hatten noch keine Woche gesucht und dachten, für diesen Zweck bestenfalls einen leer stehenden Büroraum irgendwo zu erhalten, da zeigte der HERR uns wie durch ein Wunder Ende März 2012 dieses schöne und zweckmäßige Gemeindehaus mit Platz für bis zu 200 Menschen im Gottesdienstraum. Es stand seit 8 Jahren leer und wurde uns sehr günstig zur Miete angeboten. Wir sagten Ja, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt immer noch nur 3 Familien mit 6 Erwachsenen und 4 Kindern waren. Dies war ein echter Glaubensschritt. Außerdem war dieses Gebäude sehr renovierungsbedürftig. Der Garten zum Beispiel war komplett ca. 20 Zentimeter hoch mit Laub bedeckt und mit Efeu zugewachsen. Wir wussten: Da würde viel Arbeit auf unsere kleine Gruppe zukommen
Am 27. April 2012 begannen wir mit der Renovierung. Doch was geschah? Schon vom ersten Tag an schickte Gott uns Helfer, mit denen wir überhaupt nicht gerechnet hatten: Menschen aus der Nachbarschaft, Menschen aus zum Teil weit entfernten Orten, einzelne Personen aus befreundeten Gemeinden. Von Woche zu Woche wuchs die Zahl der Helfer. Der HERR selber fügte immer wieder neue hinzu.
Den ersten Gottesdienst wollten wir an sich erst am 17. Juni 2012 durchführen, wenn die Renovierungen einigermaßen abgeschlossen sind. Gott entschied es anders. Ein Hilferuf von gemeindlich heimatlosen Geschwistern erreichte uns mit der Bitte: "Könnt Ihr nicht schon im Mai mit Versammlungen beginnen? Wir haben keinen Ort mehr, wo wir hingehen können." So feierten wir bereits am 13. Mai 2012 den ersten Gottesdienst im halbwegs renovierten Saal. Wir staunten nicht schlecht, als völlig ohne öffentliche Bekanntgabe ca. 50 Menschen sich im Saal einfanden.
Erst am Abend zuvor konnte ein Klavier aufgestellt werden, damit wir musikalische Begleitung hatten. Auch dies war ein großes Wunder. Ein Klavier ist teuer, und wir als drei Familien konnten es uns nicht leisten. Nun war Folgendes geschehen. Ein Leser der Zeitschrift DER SCHMALE WEG war verstorben. Seine Frau, die wir persönlich nicht kannten und die nichts von unserer Gemeindegründung und finanziellen Not mit dem Instrument wusste, bat genau zu dieser Zeit bei der Beerdigung statt um Blumen und Kränze um eine Spende. Dann fragte sie den HERRN, wo das Geld gebraucht wird. Gott legte ihr aufs Herz, die Spende dem Christlichen Gemeinde-Dienst (der unser Gemeindehaus mietet) zur Verfügung zu stellen, um sie dort einzusetzen, wo es am Notwendigsten ist. Das Unglaubliche: Die Kollekte von der Beerdigung des uns unbekannten Bruders deckte auf den Euro genau die Kosten für das Klavier, die Liederbücher und den Klaviertransport, die in diesem Moment anfielen! Wir staunten sehr über Gottes große Güte und Fürsorge. Und wir haben im weiteren Verlauf mehrere solche Fügungen und Wunder erlebt!
Im Vertrauen auf Jesus Christus und Seine gnädige Durchhilfe wollen wir weiter vorangehen. Dass Ihr alle, liebe Geschwister, in so großer Zahl heute hier seid, ist uns eine große Ermutigung. Bitte betet, dass noch viele Menschen zu Jesus finden! Und wirkt nach Kräften mit, dass der HERR auch in unserer Stadt eine Gemeinde bauen kann, die Ihm Freude macht und in der Menschen Ihm in aller Schwachheit, aber doch von ganzem Herzen dienen. Amen.
Homepage der Bibelgemeinde Pforzheim - mit Glaubensbekenntnis:
www.bibelgemeinde-pforzheim.de
Ein Service von Dr. Lothar Gassmann

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